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Die Norman SandBox V2

Diese neue Version der Norman SandBox weist gegenüber der Vorgängerversion enorme Verbesserungen auf. Durch Netzwerk-Simulation und verbesserte Erkennung komplexer Win32-Würmer werden unbekannte Würmer aufgespürt, noch bevor sie jemand zu Gesicht bekommen hat. Ihr System wird so früher als je zuvor geschützt.

Bewährtes Konzept

Die der Norman Sandbox v2 zugrunde liegende Technologie wurde mehrere Wochen lang in realitätsnahen Umgebungen getestet und entsprechenden Maßnahmen zur Qualitätssicherung unterzogen. In dieser Zeit blockierte die Norman SandBox v2 zahlreiche Würmer, noch bevor deren Existenz überhaupt bekannt geworden war. Die Ausführung verdächtiger EXE-Dateien in einer simulierten Netzwerk-Umgebung stellt eine neue Art der Verteidigung gegen Viren dar, die sich nicht auf Signaturaktualisierungen und Heuristik und damit auf die Suche nach Fragmenten bekannten schädlichen Codes verlässt.

Für technisch interessierte Anwender! (Quelle: Norman)

Dieser Artikel zielt darauf ab zu erklären wie die Norman Sandbox Technologie funktioniert und sich von anderen Lösungen unterscheidet.

Man sollte beachten, dass es sich bei der Norman Sandbox um einen virtuellen Computer handelt.
Wenn eine Datei das erste mal überprüft wird, nachdem die NVC Scan-Engine initialisiert wurde, wird ein virtueller Prozessor im Speicher des Computers geladen. Das Laden dieses Prozesses startet mit einem simulierten ROM-BIOS, welches die Sektoren von den simulierten Festplatten liest und sie ausführt; welche die Dateien des Betriebssystems und die Befehlszeile lädt. Von diesem sauber gestarteten Systemabbild wird eine Aufnahme gemacht um es für nachfolgende Überprüfungen wieder einzusetzen.

Auf diesem simulierten Laufwerk finden wir eine FAT-Partition, mit Verzeichnissen und Dateien. Einmal gestartet, wird die gescannte Datei in eine simulierte Festplatte kopiert und ausgeführt. Diese ausgeführte Datei kann nun die Prozesse ohne Einschränkungen durchführen. Hier können Dateien infiziert und/oder gelöscht werden, sich über Netzwerke kopieren und verteilen, eine Verbindung mit einem IRC-Server erstellen und sogar Mails können versendet werden. Gleichzeitig wird sogar ein aktiver Port geladen.

Jede Aktion wird durch das Norman Programm aufgezeichnet, weil die Sandbox, diese auf den Code basierenden Vorgänge effektiv ausführt.

Kein Programmcode wird auf dem echten CPU gestartet, außer die von Norman benötigte NVC Simulations-Engine; sogar die Hardwareumgebung wird im simulierten PC virtuell abgebildet.

In anderen, bekannten Lösungen wird nur ein Teil der benötigten Umgebung simuliert - der Großteil des Codes wird auf der echten CPU gestartet und wenn dieser Programmcode z. B. mit Windows in Verbindung tritt, dann wird es mit Antworten gefüttert, die so aussehen als würden sie vom Betriebssystem kommen. In Wirklichkeit kommen Codestücke aus anderen Bereichen, welche teilweise auf der echten CPU ablaufen oder nicht ablaufen.

Unserer Meinung nach, ist dies eine sehr unsichere Art und Weise, die Prozesse auszuführen und es gewährt uns nicht die benötigte Flexibilität.

Nehmen Sie zum Beispiel ein speziell präpariertes und ausführbares Programm, welches eine Art „Overflow“ oder eine verdächtige Codekombination beinhaltet, um aus den limitierten Umgebungen auszubrechen. Wenn es auf einem echten CPU ausgeführt würde, hätte der Code den Zugang zum echten Speicher- und CPU-Register. Es wäre deshalb theoretisch denkbar, dass dieser schädliche Code außerhalb der Sandbox ausbrechen oder diese sogar zum Absturz bringen könnte. Würde eine solche schädliche Datei auf dem vollständig emulierten CPU ausgeführt, könnte der schädliche Code sicherlich die simulierte Umgebung zum Absturz bringen und den CPU in eine Endlosschlaufe führen. Dabei würden Dateien gelöscht, aber all dies würde nur auf dem simulierten Computer passieren. Der simulierte PC aber, würde nur melden „Keine Antwort vom simulierten PC. Das System wird heruntergefahren.“ Oder wenn der Code wirklich unbekannt ist - „Dieser Code wird nicht unterstützt. Das System wird heruntergefahren.“

Es geht nicht darum vermeintlich, schädliche Aktionen in Echtzeit zu überwachen und zu stoppen, wie z.B. bei Anbietern ähnlicher Technologien, sondern um in einer geschützten, virtuellen Umgebung festzustellen was passieren würde, wenn der schädliche Code (Malware) in ungeschützter Netzwerkumgebung ausbrechen würde. Sogar wenn NVC auf einem Novell Netware Server, unter Linux, OS/2 oder DOS installiert wird.
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Mass-Mailing-Würmer – Verbreitungstechniken

Norman SandBox: Unterstützung von SMTP und MAPI. Unterstützung aller bekannten von Viren benutzter Methoden zur Abfrage von E-Mail- Adressen (Dateisystemverzeichnis, WAB-Dateien, WAB32.DLL und Registrierung).

Per E-Mail verbreitete Würmer arbeiten grundsätzlich mit zwei Methoden: Entweder verschicken sie sich über die WinSock bzw. WinSock2-Verzeichnisse an SMTP-Server oder über das MAPI-Verzeichnis. Einige Würmer verwenden Kombinationen der beiden Methoden, d.h., bestehende EMail-Adressen, Betreffzeilen und Text werden über MAPI extrahiert und anschließend eigene Versionen über SMTP versendet. Einige Würmer stellen für unterschiedliche Zwecke Verbindungen zu hartcodierten Zielen her (über IP oder DNS). So veranlassen sie beispielsweise das Hinzufügen von Exploits zur E-Mail-Kopfzeile durch automatische Anhänge in Outlook Express. Würmer finden in einem System enthaltene E-Mail-Adressen auf unterschiedliche Arten. Einige untersuchen Dateisysteme auf EML-, HTML- und andere Textdateien, die E-Mail-Adressen enthalten können. Andere verschaffen sich über die Registrierung oder die WAB32.DLL Zugriff auf das Windows-Adressbuch, um dort gespeicherte Adressen zu extrahieren.

Netzwerkwürmer

Norman SandBox: Volle Unterstützung aller genannten Techniken

Viren, die sich über gemeinsam genutzte Netzwerkressourcen verbreiten, verwenden verschiedene Methoden, um Remote-Shares zu infizieren. Die DLL Kernel32 enthält APIs für die Auflistung gültiger Laufwerke und APIs für die Bestimmung des Laufwerktyps. Einige Viren kopieren sich einfach über eine Laufwerkbezeichnung oder suchen im Dateisystems des Laufwerks nach einem passenden Speicherort. Die Datei MPR.DLL erteilt Anwendungen Zugriff auf Wnet-Funktionen. Mit diesen Funktionen können Viren und Würmer das entsprechende Netzwerk durchsuchen. Dazu zählen gemeinsam genutzte Dateien, Drucker oder verbundene Rechner. Findet ein Wurm eine passende Netzwerkressource, kopiert er sich durch eine Verbindung mit der Ressource oder über UNC-Pfade.



Einige Würmer (z.B. W32/Opaserv) nutzen das SMB-Protokoll für die Infizierung von Remotecomputern. Sie senden Nachrichten über Port 137 an verschiedene Teile des Netzwerks und warten auf Antworten. Antwortet ein Computer, ermittelt der Wurm den Netzwerk-Namen, erstellt einen neuen Thread und stellt zur Infektion eine Verbindung zu Port 139 des Remotecomputers her.

Peer2Peer(P2P) Netzwerkwürmer

Die Norman SandBox vereitelt Versuche, Scripts oder EXE-Dateien in den P2P Upload-/Download- Verzeichnissen abzulegen oder zu bearbeiten

Viele Würmer kennen und nutzen P2P-Netzwerke, um sich zu verbreiten. Die einfachste von Würmern verwendete Methode ist, sich unter einem „interessanten Dateinamen" in die Upload-/Download- Verzeichnisse dieser Netzwerke abzulegen. Bestimmte Einträge in der Registrierung geben oft einen Hinweis auf das Vorhandensein von Würmern. Es gibt eine Vielzahl von P2P Netzwerken. Eines der bekanntesten ist wohl Kazaa.

Backdoors und andere schädliche EXE-Dateien

Die Norman SandBox reagiert auf zahlreiche vordefinierte Umstände und kennzeichnet diese als „Sicherheitsbedrohung". Diese werden nicht als Viren sondern als Malware identifiziert.

Backdoors sind Programme, die Ports in Ihrem System öffnen. Das System wartet dann auf eine eingehende Verbindung. Die Programme führen meistens versteckte Aufgaben aus, z.B. Fernadministration Ihres PCs. Andere Trojaner können ohne Ihr Wissen und Einverständnis Daten von Ihrem System aus versenden, z.B. Tastatureingaben und im Cache gespeicherte Passwörter für Netzlaufwerke und DFÜ-Verbindungen.

Welche Viren entdeckt die Norman SandBox?

Die Norman SandBox erkennt die meisten Viren. Da die auf virales Verhalten geprüften Programme auf einem simulierten Computer in einem simulierten Netzwerk ausgeführt werden, können diese sich entweder lokal im System verbreiten oder versuchen, andere Systeme zu infizieren. Diese Viren können auch Dienste auf Remotecomputern verwenden, z.B. SMTP, News, IRC, DNS usw.

Ist die SandBox sicher?

Ja, da die Ausführung der Programme emuliert wird und nicht tatsächlich in Ihrem System stattfindet. Versucht ein Virus oder ein Trojaner, alle Systemdateien zu löschen, so werden lediglich die Systemdateien der simulierten Festplatte und nicht die tatsächlichen Dateien gelöscht. Da die Technologie auf Emulation basiert, ist diese Methode absolut sicher.

Welche Rechnerressourcen sind nötig?

Die Norman SandBox verwendet Module der Scan-Engine, den Emulator und den Virtual Memory Manager. Die Softwarekomponenten der Norman SandBox befinden sich in der Norman Definitionsdatei (NVCBIN.DEF). Die Größe der Module der Norman SandBox beträgt gepackt weniger als 160 KB.
Pro Scanning-Thread werden ca. 4 MB Speicherplatz benötigt. Da das Programm als Emulation ausgeführt wird, ist die Geschwindigkeit entscheidend. Bei einem PIII 700 MHz werden über eine Million Anweisungen pro Sekunde emuliert, bei einem P4 2 GHz mehr als drei Millionen. Die Norman SandBox wurde für eine möglichst geringe Zahl an Emulationszyklen entworfen, besonders bei nicht infizierten Dateien, und dies bleibt unser Bestreben. Im frühen Entwicklungsstadium durchgeführte Tests zeigten, dass der Einsatz der Norman SandBox bei allen EXE-Dateien bei einer normalen Festplatte eine um ca. 40% höhere Scan-Zeit erforderte. Angesichts der von der Norman SandBox erbrachten Leistung und den Vorteilen der Erkennung unbekannter komplexer Würmer und Viren ist die Geschwindigkeit in unseren Augen nicht das Problem.

Was muss man tun, wenn die Norman SandBox einen Virus erkannt hat?

Erkennt die Norman SandBox einen Virus, trägt dieser eine der folgenden Bezeichnungen: 

W32/EMailWorm Wurm, der sich per E-Mail verbreitet
W32/NetworkWorm Wurm, der sich über gemeinsam genutzte Netzwerk-Ressourcen verbreitet
W32/FileInfector  Virus, der herkömmliche EXE-Dateien infiziert
W32/P2PWorm Wurm, der sich über P2P-Netzwerke verbreitet
W32/Malware Malware im Allgemeinen

Erkennt die Norman SandBox etwas Erkennt die Norman SandBox etwas Unbekanntes, ist diese Art offensichtlich noch niemals vorher vorgekommen und daher keiner Erkennungsprozedur zugeordnet. Die Norman SandBox gibt normalerweise eine kurze Analyse aus, die erklärt, warum es sich um einen Wurm oder Virus handelt. Diese Analyse finden Sie in der Logdatei oder in der virtuellen Konsole.

Wo sollte die Norman SandBox aktiviert werden?

Die Norman SandBox sollte für alle Mail-Scan-Produkte aktiviert werden, also z.B. für NIP (Norman Internet Protection), Lotus Notes, Exchange und MailSweeper. Die SandBox lässt sich über die Konfiguration einer Suchaufgabe auch für regelmäßige bedarfsgesteuerte Viren-Scans aktivieren. Auch wenn es funktioniert, bieten wir die SandBox nicht als Echtzeit-Scanner an.

Muss die Norman SandBox aktualisiert werden?

Ja, die Norman SandBox besteht aus einer Reihe von Softwarekomponenten, z.B. Kernel32, WSOCK32, MSVCRT usw. Diese befinden sich in der binären Definitionsdatei (NVCBIN.DEF). Norman arbeitet ständig an der Verbesserung dieser Softwaremodule. Werden Änderungen vorgenommen, so erfolgen diese in der Datei NVCINCR.DEF, d.h. anstelle einer kompletten Neuversion der SandBox Software müssen nur sehr kleine Änderungen übernommen werden. Die Aktualisierung erfolgt über das Norman-Internet-Update (NIU).

Werden ALLE Viren erkannt?

Nein, die Absicht der Norman SandBox ist es, aktuelle Bedrohungen Ihres Systems zu erkennen. Veraltete DOS COM Viren und andere nicht ausführbare Viren (z.B. Makros und Scripts) werden von der Norman SandBox nicht erkannt. Die Norman SandBox konzentriert sich auf die Erkennung binärer E-Mail- und Netzwerkwürmer, da diese momentan die häufigsten und gefährlichsten Viren darstellen.

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